Ein Blick in die Vergangenheit gibt hier wertvollen Anregungen. Denn der Begriff Fuldaer Rucksack, der heute weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist, war früher eher einem Schimpfwort gleichzusetzen. Viele Bürger aus dem Fuldaer Land fuhren früher mit dem Zug zur Arbeit in das Rhein-Main-Gebiet und blieben dort eine ganze Woche lang. Ihre Kleidung und die Verpflegung, vor allem Brot und Wurst, führten sie in großen Rucksäcken mit sich. Das verstopfte häufig die Zugabteile. Andere Reisende mussten über die Rucksäcke steigen. Das Zugpersonal soll dann häufig schon am Bahnhof gerufen haben: „Die Fulder mit ihren Rucksäck, hinten einsteigen“. Aus den Fuldaer Pendlern wurden so bald die Fulder Rucksäcke. Inzwischen tragen die Menschen aus dem Fuldaer Land diesen Spitznamen mit Stolz und zeigen das auch auf ihren Reisen. Denn kaum ist die Spitze des Domes nicht mehr zu sehen werden Rhöner Wurst und Brot ausgepackt und verspeist.