Brauereitradition seit über 170 Jahren - Hochstiftliches Brauhaus Fulda GmbH

Seit 1848 – das ist auf dem Etikett jeder Bierflasche nachzulesen – wird im Hochstiftlichen Brauhaus Fulda Bier gebraut. Heute wie damals ist die Verbundenheit zur Region eine Herzensangelegenheit und gerade bei einem emotionalen Lebensmittel wie Bier von besonderer Bedeutung.

 

 

Im Jahr 1906 entstand nach der Fusion mit der Löschenroder Brauerei Kramer die Unionbrauerei Fulda, seit 1994 Hochstiftliches Brauhaus Fulda GmbH. Mittlerweile gehören zu diesem Zusammenschluss neben dem Stammhaus in Fulda die Vogelsberger Landbrauereien mit den Biermarken Lauterbacher, Auerhahn und Alsfelder sowie das Hochstiftliche Brauhaus in Motten (die ehemalige Will-Bräu). Die letzte Vergrößerung entstand 2018 mit der Übernahme der Eschweger  Klosterbrauerei, die keinen Nachfolger in der Familie gefunden hatte. Heute beschäftigt die Unternehmensgruppe insgesamt 200 Mitarbeitende, davon rund 40 am Standort Fulda. Jährlich werden rund 300.000 Hektoliter Getränke verkauft.

 

 

Hohe Bindung zur Region

 

Nach wie vor ist das Hochstiftliche Brauhaus Fulda in Familienbesitz. Geschäftsführender Gesellschafter ist Ulrich Klesper. Dessen Urgroßvater Ludwig heiratete vor der Jahrhundertwende die Tochter des damaligen Besitzers der Brauerei in Löschenrod, Anton Kramer. Neben Ulrich sind auch seine Schwestern Ruth und Julia im Unternehmen tätig und setzen die Tradition der familiengeführten Brauerei fort.

„Wir verstehen uns nicht nur als Familienunternehmen, sondern als große Familie mit einem starken Bewusstsein für Tradition und einer hohen Bindung zur Region“. Stolz ist Klesper auch auf den traditionellen Brauereiausschank im „Felsenkeller“ mit einem der ältesten Biergärten Fuldas. Zurzeit sind die Tore geschlossen. Aber hinter den Kulissen wird intensiv daran gearbeitet, das Traditionshaus im nächsten Jahr in neuem Glanz erstrahlen zu lassen und den Betrieb weiterzuführen.

 

 

Veränderter Bierkonsum

 

Seit Mitte der 1990er Jahre ist der Verbrauch des klassischen Bieres um 35 Prozent zurückgegangen. Mischgetränke wie „Radler“ liegen lediglich bei 5 Prozent des Gesamtumsatzes. Der Anteil von alkoholfreiem Bier beträgt mittlerweile 15 Prozent der Gesamtbiererzeugnisse. „Vor rund 15 Jahren haben wir deshalb unser eigenes alkoholfreies Bier – am begehrtesten ist das Weizenbier – auf den Markt gebracht und die Akzeptanz nimmt stetig zu“, berichtet Klesper.

 

 

Öko- und Solarstrom

 

Nachhaltigkeit spielt im Unternehmen eine große Rolle. So bezieht das Hochstiftliche Brauhaus für alle Standorte ausschließlich zertifizierten Ökostrom. Zusätzlich wird der hohe Energiebedarf durch eigenen Solarstrom abgedeckt. Einen spannenden Blick hinter die Kulissen des Traditionsunternehmens bietet das „Biererlebnis“, eine Brauereiführung mit anschließender Bierverkostung. Auch zahlreiche Firmen aus der Region buchen die Führung als Incentive für ihre Mitarbeitenden.

 

 

Michael Kiel, www.region-fulda.de