Dentalmaschinen als Exportschlager - imes-icore® GmbH

Ob in Zahnarztpraxen, Dentallaboren oder Fräszentren: Fräs- und Industriemaschinen der imes-icore® GmbH sind weltweit im Einsatz. Auf den CNC-Spezialisten aus Eiterfeld setzen nicht nur Unternehmen aus der Region Fulda, sondern auch Ärzte aus den USA, Indien oder China.

 

 

Christoph Stark und Hugo Isert gründeten die Firma i-mes GmbH im Jahr 2002, um Fräsmaschinen für die Feinwerktechnik zu produzieren. Das Kürzel steht für integrierte Mechanik, Elektronik und Software. Doch schon während ihres ersten Messeauftritts 2003 entdeckten die Gründer das Potenzial der Dental-Industrie. Mit der Aufnahme von integrierten Dental-Lösungen in ihr Portfolio wurde aus „i-mes“ „imes-icore®“.

Das Eiterfelder Unternehmen ist Pionier und Weltmarktführer in der Entwicklung und Produktion von Dental-Fräsmaschinen. „Wir haben durch unsere stetige Forschung neue Standards in der Branche gesetzt. Doch gerade in der Anfangszeit hatten wir auch mit Rückschlägen zu kämpfen“, berichtet Christoph Stark. Dazu zählten hohe Entwicklungskosten ebenso wie günstigere Nachbauten von Mitbewerbern. „Wir haben diese Schwierigkeiten als Chance gesehen und uns gemeinsam mit unseren Zulieferern weiterentwickelt“, erläutert der Geschäftsführer.

 

 

Weltweit vertreten

 

Jährlich produziert das Unternehmen rund 1200 Maschinen, davon 1000 für die Dental-Industrie. „Früher wurde Zahnersatz manuell hergestellt. Mit unseren Lösungen wird die komplette Produktion automatisiert und digitalisiert“, fasst Christoph Stark zusammen. Rund 10.000 Maschinen von imes-icore® sind weltweit im Einsatz, davon 70 Prozent außerhalb von Deutschland. Nach Europa sind die USA und China die am stärksten wachsenden Märkte.

Neben den Kunden des Eiterfelder Unternehmens profitieren auch die Patienten vom großen Maschinenportfolio. Mit sogenannten Chairside-Lösungen in Zahnarztpraxen wird der entsprechende Zahn mittels eines 3D-Scanners vermessen und per digitalem Workflow an die Fräsmaschine gesendet. Innerhalb von einer Stunde wird dann der Zahnersatz hergestellt und kann dem Patienten direkt implantiert werden. Die verkürzten Wartezeiten verringern auch den administrativen Aufwand der Zahnarztpraxen.

 

 

Neuartige Hybridsysteme

 

Seit neuestem entwickelt die imes-icore® GmbH auch neuartige Hybridsysteme. Zahnersatz soll künftig nicht mehr nur mittels eines subtraktiven Fräsverfahrens hergestellt werden, sondern auch additiv, ähnlich dem 3D-Druck. Das neue Hybridsystem nutzt die Stärken des auftragenden Verfahrens, um die Schwächen des abtragenden Prozesses zu kompensieren und umgekehrt. „Unser Ziel ist es, Implantate anzubieten, die in ihrer Funktion sowie ihrer Nutzbarkeit der Physiologie des Menschen ähneln. Damit wir unseren Kunden und ihren Patienten auch in Zukunft einen echten Mehrwert bieten können, forschen wir an neuen Multimaterialmischungen“, so Christoph Stark.

 

 


Julian Bolz, www.region-fulda.de