Drehkreuz im europäischen Logistiknetz - John Spedition

Die John Spedition zählt zu den zentralen Akteuren in der europäischen Logistik. Seit fünf Jahren stellt das Eichenzeller Unternehmen zudem die europäische Hauptumschlagsbasis für das internationale Logistiknetzwerk CargoLine. Die Gründe für den Erfolg sind vielfältig. „Wir haben einen hohen Qualitätsanspruch an uns selbst und investieren in die Zusammenarbeit mit unseren Kunden sehr viel Herzblut“, unterstreicht Birgit Bergemann, die das Unternehmen mit rund 200 Mitarbeitern seit 2011 leitet. Mit der verkehrstechnisch günstigen Lage im Herzen Deutschlands und Europas profitiert die John Spedition von einer guten Ausgangsposition. Der heutige Erfolg des im Jahr 1945 von Horst John als John & Co. Transportgesellschaft gegründeten Unternehmens ist aber vor allem auch das Ergebnis unternehmerischer Weitsicht.

 

Gründungsmitglied der CargoLine

Als einer von sieben Gesellschaftern war die John Spedition maßgeblich an der Gründung der CargoLine GmbH beteiligt und etablierte sich als nationaler Knotenpunkt des neugeschaffenen Logistiknetzwerks. Seit 2012 stellt der Logistikdienstleister darüber hinaus das Europahub für die CargoLine. Was es bedeutet, einen solchen Knotenpunkt zu betreiben, zeigen beeindruckende Zahlen: In nur etwa fünf Stunden werden jede Nacht auf einer Umschlagsfläche von 10.000 Quadratmetern ungefähr 5000 Packstücke mit einem Gewicht von 900 Tonnen verladen – eine logistische Meisterleistung.

 

Viel mehr als Transport

Darüber hinaus verwaltet das Transport- und Logistikunternehmen aktuell an zwei Standorten knapp 20.000 Quadratmeter Logistiklagerfläche und bearbeitet pro Jahr rund 300.000 nationale und internationale Sendungen. „Der reine Transport von Gütern von A nach B verliert jedoch erkennbar an Bedeutung“, stellt Oliver Troßbach, Bereichsleiter Produktion, fest. „Die Komplexität unserer Aufträge und die Anforderungen der Kunden steigen.“ Dabei werden vermehrt auch Dienstleistungen erforderlich, die über die reine Logistik hinausgehen. Generell sei zu beobachten, dass Logistik und Produktion mit zunehmender Digitalisierung und Vernetzung immer häufiger miteinander verschmelzen. „Wir behalten diese Entwicklung natürlich sehr genau im Auge“, betont Geschäftsführerin Birgit Bergemann. „Unser Kerngeschäft bleibt jedoch auch in Zukunft die Logistik.“

 

Personelle Weichenstellungen

Generell tut das Unternehmen eine Menge dafür, um weiterhin auf der Erfolgsspur zu bleiben. Dazu gehören auch personelle Weichenstellungen. „Wir haben einen sehr hohen Qualitätsanspruch und dafür brauchen wir die richtigen Mitarbeiter“, unterstreicht Bergemann. Die Hierarchie ist flach, die Entscheidungswege kurz. Junge Mitarbeiter erhalten bereits frühzeitig weitreichende Kompetenzen und entsprechende Verantwortung. Und diese Philosophie zahlt sich aus: „Wir zeichnen uns durch personelle Kontinuität, Identifikation mit dem Unternehmen und ein familiäres Arbeitsklima aus“, fasst die Geschäftsführerin zusammen. Ihr Ziel: „Wir möchten uns so aufstellen, dass wir gemeinsam mit unseren Kunden weiter wachsen können.“

 

Christian Vey