20.05.2021

Regionales und nachhaltiges Einkaufserlebnis im neueröffneten Heimatliebe-Shop

Regionalität und Nachhaltigkeit, diese beiden Begriffe sind bei der Eröffnung des Heimatliebe-Shops im Steinweg in Fulda gestern immer wieder gefallen. Hinter dem Projekt stehen die Mediengruppe Parzeller und die Region Fulda GmbH.
 
Mit einem früheren Werbeslogan der Fuldaer Zeitung machte der Geschäftsführer der Mediengruppe Parzeller, Haldun Tuncay, deutlich, was eine der Kernideen des Heimatliebe-Shops ist: „,Unverzichtbarer Teil der Region‘ – wer diesen Anspruch erhebt, für den muss es selbstverständlich sein, mitten in der Stadt dicht an den Menschen zu sein“, betonte Tuncay. Er zeigte sich überzeugt davon, dass dies mit dem Ladenlokal in zentraler Lage und den mehr als drei Dutzend Partnern gelingt. Das Konzept bezeichnete er als zeitgemäß und nachhaltig. In hellen Holzregalen sind hier Bücher, Textilien und Lebensmittel sowie weitere Produkte mit regionalem Bezug zu finden. Damit, so hob Tuncay hervor, werde der Heimatliebe-Shop sicherlich ein Ausrufezeichen in der Region.

Für diese Aussage erhielt der Geschäftsführer der Mediengruppe breite Zustimmung. „Heimat und Liebe sind auch theologische Begriffe, in denen viel über das Wesen des Menschen ausgedrückt wird“, stellte Stadtpfarrer Stefan Buß fest und verwies auf die gegenseitige Verantwortung der Menschen. Zusammen mit seiner evangelischen Kollegin Jana Koch-Zeisig segnete er die Räume. Beim Segen gehe es um das Wohl des Menschen. Dieses wünschte sie für das Einkaufen und die Begegnungen, das Zusammenleben und -arbeiten in den Räumen.

Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) sprach von einem Tag großer Freude, an dem das Ergebnis langer Gespräche sichtbar wird. Das Konzept leiste einen Beitrag zur Wertschätzung regionaler Produkte und biete kleinen Produzenten, denen dies alleine schwer falle, die Möglichkeit in der Stadt vertreten zu sein. „Im Sinne von Regionalität und Nachhaltigkeit, ist es gelungen, hier einen Akzent in Fulda zu setzen.
Landrat Bernd Woide (CDU) blickte in seinem Grußwort auf die Pandemie-Situation und verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass sich für den Einzelhandel und auch den neu eröffneten Shop alsbald Perspektiven böten. „Die Pandemie lehrt uns, zu schauen, wo wir stehen. Da erhält die Regionalität eine neue Bedeutung“, sagte Woide.

Glücklich zeigt sich Christoph Burkard, Geschäftsführer der Region Fulda GmbH, die das erste Obergeschoss nutzt und für Präsentationen, Veranstalungen oder Sitzungen nutzen wird. Die Verpächter Renate und Ernst Möller freuen sich über einen Mieter, „der gute Ideen mitbringt“. Das sei unter anderem ausschlaggebend gewesen in das 127 Jahre alte Gebäude, das sich seit 53 Jahren im Familieneigentum befindet, zu investieren. Die Fassade sei ein Schmuckstück im Steinweg, die es wert sei, erhalten  zu werden. Diese entfalte mit den offenen Schaufenstern nun eine ganz neue Wirkung, nachdem sich hier zuletzt eine Spielothek befunden hatte. Wesentlich zum neuen Erscheinungsbild beigetragen hat Architekt Stephan Möller aus Steinau.