Fahrzeugteile für den Weltmarkt

Vorgestellt: Wagner GmbH & Co. KG

Mit Einzelteilen und Baugruppen für die Erstausstattung von Fahrzeugen nahezu aller bekannten Fabrikate hat sich das Fuldaer Familienunternehmen weltweit einen Namen gemacht. Dank ständig steigender Nachfrage nach Wagners Fahrzeugteilen „Made in Fulda“ konnte das Unternehmen kontinuierlich expandieren und blickt mit Zuversicht in die Zukunft.

Die Wirtschaftsregion Fulda ist Standort zahlreicher Unternehmen, die sich aus kleinen Anfängen heraus mit spezialisierten Produkten eine starke Position am Weltmarkt erarbeitet haben. Das gilt auch für die Wagner GmbH & Co. KG. Das Familienunternehmen entstand im Jahr 1879 im thüringischen Suhl. 1948 wagte die Familie im Westen einen Neuanfang, zunächst mit Fahrradteilen. 1985 übernahm der heutige Firmeninhaber Dr. Stephan Wagner die Leitung. Seitdem wurde der Schwerpunkt zunehmend auf Fahrzeugteile für die Automobilindustrie verlagert. 1996 wurde die Produktion von Fahrradteilen endgültig eingestellt. Der Richtungswechsel erwies sich als entscheidende Weichenstellung für den nun einsetzenden, anhaltenden Aufschwung des Unternehmens. Heute werden in Fulda in großen Hallen im Drei-Schicht-Betrieb Komponenten für die Erstausstattung von PKW und LKW gefertigt, allesamt Teile, die tief im Auto verborgen sind: im Motor, in der Bremse, in der Lenkung. Es dürften in Europa nur wenige Fahrzeuge fahren, in denen keine Elemente aus der Frankfurter Straße verbaut sind. 

 

Immer einen Schritt voraus

Auf die Frage nach seinem Erfolgsrezept nennt Dr. Stephan Wagner drei Begriffe: Geschwindigkeit, Kundennähe und Flexibilität – klassische Tugenden des Mittelstands. „Mit inzwischen rund 500 Mitarbeitern und einem modernen Maschinenpark erfüllen wir die hohen Ansprüche der Automobilindustrie. Viele Teile entwickeln wir gemeinsam mit unseren Kunden (simultaneous engineering)“, so der Firmenchef. Auch viele Maschinen würden in Fulda selbst konstruiert. Die Region bezeichnet der Unternehmer als ein interessantes Umfeld zur Rekrutierung von Personal. „Hinzu kommt eine sehr gute Verkehrslage. Denken Sie an die Verteilung der deutschen Automobilindustrie: Wolfsburg und Hannover, München und Ingolstadt, Stuttgart, Opel Rüsselsheim, Opel Eisenach. Da ist Fulda mit seiner guten Verkehrsanbindung strategisch in einer optimalen Position“, betont Wagner. 

 

"Halle Nord" als Wachstumszeichen

Ein Beleg für die anhaltende Expansion war die Einweihung einer weiteren Produktionshalle mit 3500 Quadratmetern Nutzfl äche im Dezember 2014, die Auftragnehmer aus der Region erstellten. Inzwischen werden hier Komponenten für die Kolbenkühlung produziert. Hält das Wachstum weiter an, soll auf dem von der Filzfabrik erworbenen Gelände eine weitere Halle gleicher Größe gebaut werden. „Der Standort Deutschland als Hochlohnland wird schlechter geredet, als er ist. Wir sehen an unserer eigenen Geschäftsentwicklung, dass wir auch in Deutschland sehr erfolgreich arbeiten können“, blickt Unternehmer Wagner optimistisch in die Zukunft. 

Autor: Dr. Matthias R. Schmidt