21.10.2021

HACKATHON FULDA meets Gründerregion

In gut einer Woche findet auf dem Campus der Hochschule Fulda die dritte Auflage des Hackathon Fulda statt. Bei dem Event werden wieder kreative Lösungen und smarte Ideen entwickelt. Dass daraus sogar Unternehmensgründungen resultieren können und wie die Wirtschaftsförderung junge Entwicklerteams auf dem Weg zum eigenen Startup unterstützen kann, war Thema des gestrigen Live-Streams „Gründerregion hackt was aus“.

 

Die Region Fulda GmbH hatte mit Malte Bürger und Steffen Jahnel zwei Hackathon-Teilnehmer eingeladen, die zugleich eigene Startups leiten. Während Bürger schon vor seiner ersten Teilnahme in 2019 das Unternehmen „Praktikumsjahr“ gegründet hatte, wurde Jahnel erst durch das Entwickler-Event zum Gründer. Mit dem Startup „abstract void“ hat er sich, passend zur damaligen Challenge, auf das Thema Indoor-Navigation spezialisiert. „Als ich mich zum ersten Hackathon in Fulda angemeldet hatte, wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass daraus die Gründung eines eigenen Unternehmens folgen wird“, sagt Jahnel. Während des Events sei nicht nur die Idee entstanden, aus der später ein Startup wurde, Jahnel habe dort auch seine späteren Mitgründer kennengelernt.

 

Einig waren sich Bürger und Jahnel in der Frage, warum sie beim Hackathon mitmachen. „Es geht darum, interessante Leute zu treffen, gemeinsam Lösungen zu entwickeln und einfach eine gute Zeit zu haben“, so Malte Bürger, dessen Startup inzwischen von ‚Praktikumsjahr‘ zu ‚Stafftastic‘ umfirmiert hat. Dem schloss sich auch Mitorganisator Heiko Herchet (EDAG) an. „Unseren Hackathon zeichnet vor allem die familiäre Atmosphäre und die spezielle Betreuung vor und während der 25 Stunden Hacking-Zeit aus“, erklärt Herchet. Man wolle den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihr Engagement auch etwas zurückgeben.

 

Trotzdem - und auch da war sich die Runde einig – ist der Hackathon auch ein Wettbewerb und alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind natürlich motiviert, die besten Lösungen zu entwickeln. „In diesem Jahr steht der Hackathon unter dem Titelthema „SmartCity“ und es stehen drei Challenges zur Auswahl“, erklärt Herchet. Es warten Preisgelder bis zu 2.00 Euro auf die Teams.

 

Als vierter Gast der Runde zeigte sich auch Senouci Allam vom Hackathon begeistert. Er verfüge zwar noch über keine Hackathon-Erfahrung, werde das Format aber in diesem Jahr auf jeden Fall begleiten. Allam ist Gründer der EduTecs GmbH und plant Anfang 2022 eine App auf den Markt zu bringen, mit dem das Lernen zur Prüfungsvorbereitung spielerisch gelingen soll. „Ich bin über den Fußball nach Fulda gekommen und habe mich sofort wohlgefühlt. Daher gründe ich auch mein Unternehmen hier in der Domstadt, so der gebürtige Nordhesse.

 

Da alle vier Gäste tolle Beispiele für innovative und IT-affine Köpfe in der Region sind, nutzte Moderatorin Pauline Kirchner (Region Fulda GmbH) die Gelegenheit, schon einmal nach einem vorweihnachtlichen Wunschzettel zu fragen: „Was können wir als Wirtschaftsförderung tun, um eine echte Community aufzubauen und noch mehr junge Leute dabei zu unterstützen, ihre Ideen bis hin zur Unternehmensgründung weiter zu entwickeln?“ Ein Patentrezept habe er zwar auch nicht, sagt Malte Bürger, aber Formate für einen regelmäßigen und nachhaltigen Austausch wären sicher hilfreich. Events wie der Hackathon seien da ein guter Anfang. Steffen Jahnel ergänzte den Wunsch, dass künftig auch nach dem Hackathon der Kontakt zwischen Organisatoren und Teams erhalten bleibe, um die Weiterentwicklung der Ideen zu begleiten.

 

Die Impulse wurden von der Region Fulda GmbH, die im Auftrag des Landkreises Fulda auch den Hackathon federführend organisiert, gerne aufgenommen und sollen schon im kommenden Jahr in neuen Angeboten sichtbar werden.

 

Unter https://www.youtube.com/watch?v=57iEpZZ9Z8M ist der Online-Talk weiterhin zu finden.