Juwelier Meister Müller

Handwerkliche Präzisionsarbeit made in FD bietet Juwelier Meister Müller in der Karlstraße im Herzen der Barockstadt. Auf Basis eines Schweizer Uhrwerks fertigte Uhrmachermeister Antonio Müller im Jahr 2006 ein eigenes Uhrenwerk für Armbanduhren. Seit 2007 werden diese Eigenkreationen als Sonderedition der  „Uhrenkollektion Josef Müller & Söhne“ im Fachgeschäft angeboten.

1952 machte sich Josef Müller, der Vater des heutigen Inhabers Markus Müller, im Elternhaus in der Karlstraße 28 als Uhrmachermeister mit seinem Fachgeschäft für Uhren, Schmuck und Zeitmesstechnik selbstständig. Die Uhrmachertradition in dem um das Jahr 1500 errichteten denkmalgeschützten Gebäude reicht jedoch bis ins frühe 20. Jahrhundert zurück.

 

Drei Uhrmacher-Generationen

Als der Vater des Firmengründers Josef Müller, der Kaufmann Otto Müller, 1924 das Haus kaufte, arbeitete bereits Uhrmachermeister Rebentisch in diesem Gebäude. Sein bekanntester Auszubildender war Ferdinand Schneider (1866–1955). Der Fuldaer Unternehmer, Erfinder und Ingenieur meldete 1912 neben zahlreichen anderen Erfindungen das erste Patent für eine Funkuhr an. Die Begeisterung für das Uhrmacherhandwerk wurde bei den drei Meistergenerationen der Familie Müller schon in den Kindertagen geweckt.
Firmengründer Josef Müller war begeistert von den filigranen Handwerksarbeiten in der Uhrmacherwerkstatt seines Elternhauses. Auch sein Sohn Markus konnte als Kind von den blitzenden und tickenden Chronometern einfach nicht genug bekommen. Als kleiner Junge reparierte er bereits einen Wecker, der noch heute funktioniert. 1993 übernahm Markus das Geschäft von seinem Vater Josef. Und mittlerweile steht mit seinem Sohn Antonio bereits die dritte „Meister-Müller-Generation“ in den Startlöchern.

 

Renommierter Ausbildungsbetrieb
Vater Markus ist glücklich über seinen jungen „Meistersohn“. Denn mit seinem Meisterstück leitete Antonio eine Kollektion von mechanischen Armbanduhren ein, „mit Werken, die zum großen Teil in unserer Werkstatt entstanden sind. Mit der Marke ‚Josef Müller & Söhne‘ zeigen wir, was eine gut eingerichtete Uhrmacherwerkstatt leisten kann.“ Und dazu gehört für Markus Müller, der auch seit fast 20 Jahren seinem Berufsstand als Obermeister der Innung für Uhren, Schmuck und Zeitmesstechnik vorsteht, vor allem die Berufsausbildung. 13 Uhrmachergesellinnen und -gesellen wurden in der Karlstraße ausgebildet, haben sich zum Teil selbstständig gemacht oder sind als Angestellte in den Uhrmacherbetrieben der Region beschäftigt. Der acht Mitarbeiter starke Uhrmachermeisterbetrieb gehört zu den wenigen in Hessen, die noch ausbilden. Neben den eigenen Erzeugnissen verkauft „Meister Müller“ auch Uhren namhafter Hersteller. Allerdings werden nur Produkte vertrieben, für die auch der komplette Service angeboten werden kann. Wie spannend Reparaturen sein können,
zeigt das Beispiel einer defekten Reisetischuhr vom Hofuhrmacher Kaiser Karls VII. aus dem 18. Jahrhundert. „Ich habe mich in die Person des damaligen Uhrmachers und Konstrukteurs hineinversetzt, weil ich viel neu konstruieren musste, damit das Unikat wieder lief. So etwas erfordert viel Leidenschaft und Herzblut.“ Dazu passt, dass alle Produkte langlebig und werthaltig sind. „Bei uns gibt es Oldtimer und Sammelobjekte für alle, die eine zu kleine Garage haben“, schmunzelt Markus Müller.