Messerschmiede Kubesch

Handarbeit und Liebe zum Detail

Die Messerschmiede Kubesch verbindet die Tradition des Messerschmiedehandwerks mit den neuen Techniken der Stahlbearbeitung. Schon als Kind drückte sich Jens Kubesch die Nase am Schaufenster des Fachgeschäfts Schuhmann in der Innenstadt von Fulda platt. Der kleine Junge war von den handwerklich gefertigten, hochwertigen Messern fasziniert und ging als 15-Jähriger bei Schuhmann in die Lehre. Sein Meister Josef Schuhmann war damals bereits 90 Jahre alt und verstarb noch während seiner Ausbildung. Schon zwei Jahre nach der Lehre legte der junge Geselle seine Meisterprüfung ab und übernahm als 21-Jähriger seinen ehemaligen Ausbildungsbetrieb. Heute sind seine Messer, die häufig ein ganzes Leben lang halten, bei Anglern, Jägern, Soldaten und Sammlern wegen ihrer hohen Qualität sehr geschätzt. Bei Meisterköchen aus aller Welt ist der hervorragende Profischliff aus Fulda ebenfalls gefragt. Der Messerschmiedemeister ist einer der letzten in Deutschland und mittlerweile überregional bekannt in Funk und Fernsehen. Seine Erfahrung gibt Kubesch auch als Honorarlehrkraft an der Berufsschule in Bad Neustadt weiter. Hier werden bundesweit zurzeit nur neun junge Menschen zum Schneidwerkzeugmacher ausgebildet.

 

Der Betrieb ruht auf vier Säulen

 In der klassischen Messerschleiferei werden Messer für alle Branchen – bis hin zu hochwertigen chirurgischen Messern und Scheren – geschliffen. Einen hohen Anteil machen dabei Arbeiten für Industriekunden, zum Beispiel Druckereien, Recyclingfirmen, filzverarbeitende Unternehmen und Nähereien, aus. Die Marke Kubesch steht für Handarbeit und Liebe zum Detail: Die Messerschmiede fertigt Einzelstücke, Sonderanfertigungen und Kleinserien, inklusive der Hüllen und Ständer. Für die Griffe werden verschiedene Hölzer, Horn, Mammutbackenzahn sowie moderne Kunststoffe verwendet.

 

Die dritte Säule des Unternehmens sind Seminare, die sich immer mehr zum Renner entwickeln. Rund siebenmal pro Jahr bietet Jens Kubesch Wochenendkurse an. Hier entwerfen und fertigen die Teilnehmer ihr eigenes Messer. Auch das richtige Schärfen beziehungsweise Abziehen kann in einem speziellen Abendkurs bei Kubesch erlernt werden.

 

Getreu dem Motto „Fulda‘s schärfster Laden“ hält das 80 Quadratmeter große Ladengeschäft nicht zuletzt eine riesige Auswahl an Messern, Scheren und anderen Haushaltswaren bereit. Das Ziel für die nächsten Jahre hat Jens Kubesch übrigens klar umrissen: Die Messerschmiede soll weiter wachsen und sich zu einem überregional bedeutenden Messerzentrum entwickeln. Die Weichen dafür sind schon heute gestellt.