Staplerprofis gemeinsam noch Stärker - Maschinenbauer Hubtex und Dimos

In unserer Serie stellen wir inhabergeführt mittelständische Familienunternehmen vor, die das Erfolgsgeheimnis von „made-in-fd“ sind. Mit einer Handvoll bedeutender Hersteller ist der internationale Markt für spezialgefertigte Flurförderzeuge und Seitenstapler überschaubar. Umso bemerkenswerter ist es, dass mit Hubtex und Dimos gleich zwei dieser Sondermaschinenbauer in der Region Fulda beheimatet sind. 2017 haben die beiden Familienunternehmen einen Kooperationsvertrag geschlossen und aus dem Standort- auch einen Wettbewerbsvorteil gemacht.

 

Die Maschinen von Hubtex und Dimos kommen überall dort zum Einsatz, wo höchste Anforderungen an Qualitätsstandards herrschen und Kunden besonderen Wert auf die Optimierung ihrer Logistikprozesse legen. Dabei haben sich die beiden Mittelständler auf die Fahnen geschrieben, individuelle und maßgeschneiderte Produkte über den Serienstandard hinaus zu liefern. „Unsere Maschinen werden branchenübergreifend überall dort eingesetzt, wo lange, schwere und sperrige Lasten in der Intralogistik bewegt werden müssen“, erklärt Hans-Joachim Finger, Geschäftsführer Vertrieb und Einkauf bei Hubtex. Für die beiden Unternehmen spielt dabei vor allem das Exportgeschäft eine wichtige Rolle. Hubtex erwirtschaftet mit seinen 400 Mitarbeitern etwa 70 Prozent seines Umsatzes im Ausland. „Vor allem die USA sind ein wichtiger Markt für uns“, sagt Finger. So setzt beispielsweise der amerikanische Flugzeugbauer Boeing auf Staplertechnik aus Fulda. „Jedes Flugzeug aus dem Hause Boeing hat bereits eine Maschine von uns gesehen“, erklärt der Geschäftsführer.

 

 

Logistische Anforderungen steigen

 

Auch für Dimos ist die Luftfahrtbranche lukrativ. Allerdings werden die Stapler des Petersberger Maschinenbauers vorwiegend in der Flughafenlogistik eingesetzt. „Wir profitieren davon, dass die logistischen Anforderungen an den Flughäfen zunehmend steigen“, sagt Pascal Schütz, zuständig für den technischen Vertrieb. Mit einer Exportquote von etwa 60 Prozent bewegt sich das 40-köpfige Unternehmen insbesondere im europäischen und globalen Markt.

Kooperation mit Eigenständigkeit

Um die eigene Position im internationalen Wettbewerb zu behaupten und auszubauen, haben die beiden Fuldaer Sondermaschinenbauer Ende 2017 eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. „Da sich unsere Produktpaletten überschneiden, stehen wir durchaus im Wettbewerb miteinander“, stellt Schütz fest. Das soll auch in Zukunft so bleiben und ist Teil der vereinbarten Zusammenarbeit. Doch gerade in der technologischen Entwicklung verspricht sich das Management neue Potenziale und Synergien durch die Partnerschaft. Ziel ist es, den gemeinsamen Technologievorsprung auszubauen und den Industriestandort Fulda dauerhaft zu stärken.

 

 

Gemeinsam im Einsatz

 

Wie es in der Praxis aussieht, wenn ein Hubtex Plattformtransporter und ein Dimos Mehrwege- Seitenstapler Seite an Seite in einer Fertigungslinie arbeiten, lässt sich in einem Presswerk des Volkswagenkonzerns in der chinesischen Hafenstadt Tianjin bestaunen. Dort müssen Pressformen mit einem Gewicht von bis zu 65 Tonnen bewegt werden. Die Anforderungen an die logistischen Prozesse sind extrem hoch. „Das Beispiel zeigt, wie Dimos und Hubtex gemeinsam unterschiedliche Kundenanforderungen bedienen können“, sind sich Hans-Joachim Finger und Pascal Schütz einig.

 

 

Christian Vey