Technologie für die Kautschukindustrie - UTH GmbH

Seit über 30 Jahren entwickelt die UTH GmbH innovative Lösungen für die Gummi-, Reifen- und Silikonindustrie. Das Fuldaer Maschinenbauunternehmen hat sich darauf spezialisiert, mit einer besonderen patentierten Zahnradpumen-Technologie und dem sogenannten „Feinstrainern“ die Verunreinigung bei der Kautschukherstellung zu minimieren. Unternehmen der Gummiindustrie rund um den Globus setzen auf dieses Verfahren.

 

Anspruchsvolles Verfahren

 

Reifen, Kabel, Dichtungen und Schläuche – all diese Gummiprodukte basieren auf dem Grundwerkstoff Kautschuk. Der Herstellungsprozess einer Kautschukmischung ist durch die Beigabe von Ruß und anderen Komponenten jedoch sehr anfällig für Verunreinigungen. Darunter kann der Prozess ebenso wie Qualität und damit auch die Lebensdauer der Endprodukte leiden. Insbesondere in der Automobilzulieferindustrie können die erforderlichen Standards häufig nicht eingehalten werden. „Die verunreinigenden Partikel herauszufiltern ist äußerst kompliziert, denn die mechanischen und thermischen Anforderungen für ein solches Verfahren sind ungemein hoch“, erklärt Geschäftsführer Peter J. Uth.

 

Langer Atem zahlt sich aus

 

Nachdem sich die UTH GmbH zunächst als Dienstleister für die kautschukverarbeitende Industrie um die Optimierung von Prozessen und Maschinen kümmerte, folgte schließlich die Entwicklung spezieller Zahnradpumpen mit entsprechender Zuführ- und Filtertechnik. „Der wirtschaftliche Durchbruch ließ nach anfänglichen Erfolgen jedoch auf sich warten. Der breite Markt und die Technik waren damals noch nicht reif“, blickt Uth zurück. „Wir haben uns aber nicht von der Überzeugung abbringen lassen, dass unser Verfahren die Verarbeitung von Kautschuk und die Qualität von Gummiprodukten deutlich verbessern kann“, sagt der Firmengründer heute. Der lange Atem der Unternehmensführung und die kontinuierliche Weiterentwicklung des Verfahrens tragen nun seit vielen Jahren Früchte. Die UTH GmbH beschäftigt am Standort Fulda alleine inzwischen über 90 Mitarbeiter und zählt weltweit zu den gefragtesten Maschinenbauern für die Kautschuk-Industrie. Hoch spezialisiert mit einem modularen Baukasten aus Pumpen, Filterköpfen und Füttersystemen besitzt das Unternehmen dabei ein technisches Alleinstellungsmerkmal. „Durch unseren Erfahrungsschatz bieten wir eine hohe Beratungs- und Lösungskompetenz für individuelle Kundenanforderungen. Wir verkaufen unseren Kunden nicht einfach nur Maschinen, sondern maßgeschneiderte Lösungen für ihre spezifischen Anforderungen - das ist unsere Kernkompetenz“, unterstreicht Uth. Der Kundenkreis der UTH GmbH erstreckt sich über nahezu alle Kontinente – etwa 85 Prozent seines Umsatzes erwirtschaftet der Fuldaer Mittelständler durch das Exportgeschäft. Um möglichst nah an den Kunden sein zu können, existieren Vertriebs- und Handelspartnerschaften rund um den Globus. „Da gerade die Zulieferindustrie sehr international aufgestellt ist, haben wir schon früh Geschäftsbeziehungen in anderen Ländern geknüpft. Davon profitieren wir auch heute noch“, so Peter J. Uth.

 

Bekenntnis zum Standort

 

Trotz der starken Exportorientierung bleibt der Heimatstandort im Münsterfeld von großer Bedeutung. „Dass wir in diesem Jahr in Fulda noch einmal groß investiert haben, ist natürlich auch ein Bekenntnis zur Region“, sagt Carmen König, Projektleiterin für Marketing und Kommunikation. „Wir bieten attraktive Arbeitsplätze mit internationalem Anspruch. Damit das Unterneh

men weiter wachsen kann, setzen wir noch intensiver auf die Ausbildung von Fachkräften“, ergänzt Peter Uth. Für den Geschäftsführer geht es dabei aber nicht nur um Wachstum: „Gute Arbeitsplätze zu schaffen sehen wir auch als Teil unserer sozialen Verantwortung.“
 

Christian Vey