Tunnelbohrer für Elon Musk - Projekt Dirt Torpedo

Drei Fuldaer Studenten stehen mit ihrem Team im weltweiten Finale eines von Tesla-Gründer Elon Musk ausgerufenen Wettbewerbs zur Entwicklung einer innovativen Tunnelbohrmaschine. Teamcaptain Adrian Fleck und seine Mitstreiter treffen im Sommer auf elf weitere Teams - darunter renommierte Forschungseinrichtungen wie das MIT in Boston, die ETH Zürich und die TU München. Ihr Ziel: einen 30 Meter langen Tunnel zu bohren und dabei eine Geschwindigkeit von mindestens drei Metern pro Stunde zu erreichen.

 

 

Mit seinen Unternehmen Tesla und SpaceX zählt Elon Musk weltweit zu den absoluten Technologieführern. Nun möchte er auch die Art und Weise, wie wir uns fortbewegen, revolutionieren und treibt die sogenannte Vision Hyperloop voran. Dabei handelt es sich um ein Hochgeschwindigkeits-Verkehrssystem, bei dem sich Transportkapseln in einer Röhre mit nahezu Schallgeschwindigkeit fortbewegen. Für dieses Vorhaben werden jedoch extrem leistungsstarke und schnelle Tunnelbohrmaschinen benötigt. Unter dem Motto „Not-a-Boring Competition“ startete Musk im vergangenen Jahr den Wettbewerb zur Entwicklung einer Tunnelbohrmaschine, die mindestens die Geschwindigkeit einer Weinbergschnecke erreicht – drei Meter pro Stunde.

 

 

Treffen der Elite

 

Nach mehreren Auswahlrunden wurden die Fuldaer Adrian Fleck, Daniel Klassen und Martin Will sowie ihre neun Mitstreiter aus dem Team „Dirt Torpedo“ vor Kurzem zum Finale in die Mojave-Wüste in der Nähe von Los Angeles eingeladen. Dort befinden sie sich in bester Gesellschaft mit absoluten Top Forschungseinrichtungen aus aller Welt. Zwar sei es schon eine riesige Ehre, überhaupt zum Finale eingeladen zu sein, doch bis dahin warte noch eine Menge Arbeit. „Bisher haben wir unseren Tunnelbohrer komplett virtuell entwickelt. Jetzt geht es darum, die Maschine auch zu konstruieren“, sagt Fleck, der bereits 2018 gemeinsam mit seiner Schwester Anna den Europa-Wettbewerb von „Jugend forscht“ gewonnen hatte.

 

 

Partner gesucht

 

Dass der Tunnelbohrer tatsächlich bis zum Sommer fertiggestellt werden könne, sei aber keineswegs selbstverständlich. „Wir sind vor allem auf Hilfe bei der Fertigung und der Bereitstellung von Bauteilen angewiesen“, so der 22-Jährige, der aktuell mit seinem Team bis tief in die Nacht arbeitet. Auch finanzielle Zuwendungen für die Anschaffung von dringend benötigtem Equipment sowie logistische Unterstützung für den Transport der Maschine in die USA sei nötig, um den Traum vom Finale realisieren zu können.

 

 

Netzwerke helfen

 

Daher erhält das Fuldaer Team nun aktiven Support der Fuldaer Netzwerke Engineering-High-Tech-Cluster und Marketing-Netzwerk. Das Cluster hilft bei der Suche nach passenden Projektpartnern in der Fertigung, das Marketing-Netzwerk kümmert sich um die Kommunikation des Vorzeigeprojektes in der Region Fulda und darüber hinaus. Erste Partner aus der Region konnten bereits gewonnen werden. Unternehmen, die das Team „Dirt Torpedo“ unterstützen möchten, finden alle Infos unter www.dirt-torpedo.de.

 

 

Christian Vey, www.region-fulda.de