Weitsicht zahlt sich aus - Wassermann Technologie GmbH

In ihrer über 50-jährigen Firmengeschichte hat sich die Wassermann Technologie GmbH vom einfachen Lohnfertiger zum High-Tech-Zulieferer entwickelt. In der gegenwärtigen Corona-Situation profitiert das Unternehmen aus Eichenzell von
strategisch klugen Entscheidungen der vergangenen Jahre.

 

 

Wandel und Fortschritt kennzeichnen die Historie des im Jahr 1969 durch Valentin Hargesheimer und Helmut Wassermann unter der Firmierung HPI GmbH gegründeten Unternehmens. Den heutigen Namen trägt Wassermann Technologie GmbH seit 2013, bereits im Jahr 2004 wurde die Familie Wassermann zum Alleingesellschafter. „Mit dem neuen Firmennamen wollten wir auch den Wandel des Unternehmens zum Ausdruck bringen“, erklärt Sebastian Wassermann, Geschäftsführer und Sohn des Unternehmensgründers. Gegenwärtig arbeiten rund 200 Beschäftige für das Eichenzeller Familienunternehmen.

 

 

Unternehmen im Wandel

 

In den Anfangsjahren als Lohnfertiger gestartet, rückte zunächst der Sondermaschinenbau und ab dem Jahrtausendwechsel auch die Systemfertigung in den Fokus. „Vor etwa 15 Jahren haben wir dann unseren eigenen Produktbereich Automation auf- und ausgebaut“, so Wassermann. Mit dieser stetigen Erweiterung des eigenen Portfolios ist Wassermann Technologie heute breit aufgestellt. „Diese Diversifizierung ist eine bewusste Strategie, die wir insbesondere nach der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 eingeschlagen haben“, erläutert erläutert Sebastian Wassermann, der gemeinsam mit Eberhard Hahl die Geschäfte des Mittelständlers führt.

 

 

Breit aufgestellt

 

Im Bereich Systemfertigung hat sich das Unternehmen heute auf Nischen-Branchen mit der Produktion von Baugruppen und fertigen Systemen spezialisiert. Die Kunden befinden sich vorwiegend in den Branchen der Halbleiter- und  Displaytechnik, Druck- und Medizintechnik, Automotive sowie Luft- und Raumfahrt. Der eigene Produktbereich Automation bedient vorrangig Werkzeugmaschinenbauer und Endkunden mit Handlings- und Speicherlösungen für Werkzeuge und Werkstücke. Gut ein Viertel seines Umsatzes erwirtschaftet Wassermann Technologie im Ausland, insbesondere im EU-Raum, den USA, sowie China, Taiwan und Singapur.

„Im Exportgeschäft haben wir weiterhin noch Potenzial“, erklärt Sebastian Wassermann. Ein wichtiger Baustein sei dabei insbesondere der Bereich der Automation, den die Geschäftsführer als dauerhaften Wachstumstreiber sehen. Gleichzeitig werde man künftig noch stärker daran arbeiten, Lösungen aus einer Hand bieten zu können. Hierzu soll das eigene Knowhow im Bereich Engineering und Design für Systemfertigung sowie der Softwareentwicklung weiter ausgebaut werden.

 

 

Robust durch die Krise

 

Dass sich solche strategischen Weichenstellungen auszahlen, spürt man bei Wassermann Technologie ganz aktuell. „Natürlich treffen auch uns die Auswirkungen der Coronakrise. Aber durch unsere breite Diversifizierung können wir den  Schaden abmildern. Denn während in einigen Branchen die Umsätze eingebrochen sind, spüren wir in anderen Bereichen gerade eine stärke Nachfrage“, berichtet Wassermann. Daher setzen die Verantwortlichen bei Wassermann  Technologie auch künftig darauf, neue Branchen und Nischen mit dem vorhandenen Knowhow zu besetzen.

 

 

Christian Vey, www.region-fulda.de