„Wir produzieren Spaß“ - Josef Wiegand GmbH & Co. KG

Mit dem Skiliftbetrieb auf der Wasserkuppe legte Josef Wiegand 1963 den Grundstein für die Produktion hochwertiger Freizeitanlagen in Rasdorf. Heute ist das Unternehmen Weltmarktführer auf dem Sommerrodelbahnmarkt und für den  Deutschen Mittelstandspreis der Oskar-Patzelt-Stiftung nominiert.

 

 

Vor über 40 Jahren stieg Josef Wiegand in die Sommernutzung von Skiliften ein, da schneearme Winter schnell ein neues Konzept erforderten. Nach einigen Versuchen auf einer Teststrecke auf der Wasserkuppe entstand hier im Jahr 1975 die erste Sommerrodelbahn, die sich der gelernte Kaufmann später patentieren ließ.

 

 

Kreativität gepaart mit Innovation

Diese pfiffige Idee war der Grundstein für den Erfolg und der Startschuss für den systematischen Aufbau einer Produktion und des Vertriebs. Um erfolgreich für die neue Freizeitattraktion aus der Rhön zu werben, bereiste der Unternehmer die ganze Welt.

Kreativität gepaart mit Innovation sorgte dafür, dass das Unternehmen im Laufe der Jahre rasant wuchs. Nach dem Tod des Firmengründers im Jahr 2014 übernahm sein Sohn Hendrik die Geschäftsführung. Von insgesamt über 450 Mitarbeitern weltweit arbeiten heute rund 300 in Rasdorf, darunter 30 Auszubildende. Die international agierende Josef Wiegand GmbH & Co. KG bekennt sich eindeutig zum Hauptstandort. Neben den beiden Produktionsstätten in Rasdorf umfasst das Firmennetzwerk eine Niederlassung in Ostbrandenburg zur Produktion von Glasfaserkunststoffteilen sowie zwei Tochterunternehmen in den USA und in China. Damit zählt Wiegand zu den größten Arbeitgebern im nördlichen Landkreis Fulda.

Der Pioniergeist des Gründers lebt im Betrieb weiter und ist nach wie vor Antriebsfeder für immer neue Entwicklungen „Wir produzieren Spaß“, formuliert Prokurist Dieter Hahn die zentrale Unternehmensaufgabe. In vielen Fällen werden die hochkomplexen Freizeitanlagen gemeinsam mit den Kunden entwickelt. Auf den sogenannten „Erlebnisbergen“ werden deutschlandweit zahlreiche eigene Freizeitanlagen betrieben. Hinzu kommen weitere Standorte in Ungarn und Polen.

 

 

Umfangreiche Produktpalette

Das Portfolio besteht aus zwei großen Produktgruppen, den Fahrgeschäften sowie den Rutschen für den Nass- und Trockenbereich in nahezu allen erdenklichen Ausführungen. Die Fahrgeschäfte umfassen die klassische Sommerrodelbahn in Muldenform sowie die schienengeführte Allwetterrodelbahn „Alpine Coaster“. Hinzu kommen weitere Attraktionen wie der „Hexenbesen“ und der „Wie-Flyer“. In der Entwicklungsabteilung arbeiten kreative Köpfe aktuell am CoasterKart, einem Mix aus dem Bobkart, der Sommerrodelbahn für ebenes Gelände, sowie dem Alpine Coaster auf Schienen.

Zur zweiten Gruppe zählen die Wasser- und Eventrutschen. Auf zahlreichen Kreuzfahrtschiffen, in Wasserparks und Shopping-Malls sowie in Freizeitparks und auf Spielplätzen sind die Rutschen aus der Rhön präsent. „Auch die mit 178 Metern weltweit längste Trockenrutsche am Londoner Orbit-Tower stammt von uns“, freut sich Dieter Hahn.

 

 

Michael Kiel, www.region-fulda.de